Natur- und Klimaschutz sind für die Grünen Wehrheim von zentraler Bedeutung. Ohne eine funktionierende naturnahe Umwelt sind auch unsere Ressourcen Wasser, Luft und Boden bedroht. Leider haben wir mit dem Klimawandel in den letzten Jahrzehnten eine neue und alle natürlichen Ressourcen bedrohende Gefährdung hinzubekommen. Die Folgen sind auch in Wehrheim durch Dürren, Hitzewellen, Starkregen und absterbende Wälder unmittelbar spürbar. Es macht dabei wenig Sinn, einzelne Arten zu schützen, wenn deren Lebensräume in hohem Tempo durch die Klimawandelfolgen zerstört werden. Wir halten es daher für falsch und kurzsichtig, Naturschutz gegen den Klimaschutz auszuspielen. Naturschutz ohne Klimaschutz ist zum Scheitern verurteilt – die Grünen Wehrheim setzen sich daher für beides ein und denken beides auch bei der Lösung vieler anderer Probleme mit.
Vor diesem Hintergrund wird sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der nächsten Wahlperiode dafür einsetzen, Mehrheiten in der Gemeindevertretung für folgende Ziele zu erhalten:
Die finanzielle Lage der Gemeinde Wehrheim wird zunehmend kritischer. Wehrheim muss auf der einen Seite riesige Investitionen in seine Infrastruktur vornehmen (Bauhof, Feuerwehr- und Bürgerhäuser), gleichzeitig sinken aber die Steuereinnahmen. Um Leistungskürzungen, Steuererhöhungen und Schulden zu vermeiden, muss Wehrheim daher neue Finanzquellen erschließen – insbesondere die Verpachtung von geeigneten gemeindeeigenen Flächen zur Energiegewinnung.
Ortsnah erzeugte erneuerbare Energie hat viele Vorteile: Sie ist eine billige Energiequelle, kommt ohne zusätzliche Hochspannungsleitungen aus und erhöht die Versorgungssicherheit. Auf Initiative der Grünen Wehrheim führte die Gemeinde ein Förderprogramm für PV-Anlagen und Stromspeicher ein, das zur Erfolgsgeschichte wurde: Lag Wehrheim bei der installierten PV-Leistung pro Einwohner vor dem Förderprogramm noch am Ende der Kommunen im Hochtaunuskreis, belegt die Gemeinde nun einen der Spitzenplätze. Trotzdem sind laut Abschlussbericht für die Kommunale Wärmeplanung nur 10 Prozent der geeigneten Dächer in Wehrheim bisher mit PV-Anlagen bzw. Solarthermie versehen. Die Grünen setzen daher sich für die Fortführung der Förderung und eine Ausweitung auch auf kleinere Anlagen („Balkonkraftwerke“) ein.
Trinkwasser ist in Wehrheim knapp. Daher ist es dringend notwendig, auch Regenwasser als Brauchwasser zu verwenden, um die Trinkwasservorräte zu schonen. Die Grünen Wehrheim stießen daher 2022 ein Förderprogramm für Zisternen an, die das Regenwasser sammeln. Bürgerinnen und Bürger, die Zisternen oder zweite Wasserkreisläufe in ihre Häuser einbauen, erhalten seither dafür eine finanzielle Unterstützung der Gemeinde. Die Grünen Wehrheim setzen sich dafür ein, dass diese Anreize erhalten bleiben.
Wehrheim verliert Jahr für Jahr über 10% des eingekauften Trinkwassers durch so genannte Rohrnetzverluste (Rohrbrüche, Leckagen der Leitungen) – das ist doppelt so hoch wie im Durchschnitt Hessens und Deutschlands. 2023 gingen in Wehrheim fast 56.000 m3 Trinkwasser verloren. Da Trinkwasser knapp und Wehrheim von Wasserimporten abhängig ist, setzen sich die Grünen Wehrheims dafür ein, die Ursachen für die hohen Verluste im Trinkwassernetz Wehrheims systematisch zu ermitteln und zu beseitigen.
Wehrheim besitzt am Süßeberg eine der wenigen noch freien Windkraftvorrangflächen im Rhein-Main-Gebiet. Das sind Flächen, auf denen der Wind so kräftig weht, dass sich ein Windpark lohnt. Windkraft auf dem Süßeberg würde der Gemeinde jährliche und sichere Einnahmen von etwa einer Million Euro einbringen. Die Gemeinde könnte damit ihre notwendigen Bauvorhaben finanzieren, ohne Steuern zu erhöhen oder Leistungen zu kürzen. Daher setzen sich die Grünen Wehrheim aus ökologischen und ökonomischen Gründen für die Verpachtung der Fläche am Süßeberg zur Energiegewinnung ein. Da es sich um eine gemeindeeigene Fläche handelt, wäre es hier zudem gut durchsetzbar, die Bürgerinnen und Bürger Wehrheims an den Einnahmen zu beteiligen.
Hierbei ist Eile geboten: Die Erfahrungen der zweiten Windkraftvorrangfläche Wehrheims am Winterstein zeigen die Länge der Planungs- und Bauzeit auf: Die Grünen hatten hier seit mehreren Jahrzehnten eine Nutzung für Windkraftanlagen gefordert. Diese wurde von der Gemeindevertretung Wehrheims aber erst 2022 beschlossen. Nun wird es 6 Jahre dauern, bis die Anlagen genehmigt und gebaut sind. Sie werden Wehrheims Gemeindekasse in den dann folgenden 20 Jahren Pacht- und Steuereinnahmen zwischen 20 und 30 Millionen Euro einbringen.
In Wehrheim sind bezahlbare Wohnungen knapp. Daher setzen sich die Grünen Wehrheim für die Schaffung von Wohnraum durch die Nutzung von Baulücken und großen Gärten, das Aufstocken von Häusern und eine Priorisierung von Häusern mit mehreren Wohnungen gegenüber Einfamilienhäusern ein. Dabei sollen die seniorengerechte Eignung und die Barrierefreiheit eine besondere Rolle spielen.
Die Grünen Wehrheim setzen sich auch dafür ein, dass der Denkmalschutz und auch die örtliche Gestaltungssatzung nicht mit übertriebenen Auflagen Bauvorhaben in den alten Ortskernen erschweren oder verhindern. Die Ortskerne sollen Wohnraum zu bezahlbaren Preisen für alle Altersgruppen und Formen des Zusammenlebens bieten.
Insbesondere die Hauptstraße in Wehrheim besitzt auf beiden Seiten viel zu schmale Bürgersteige. Hier ist ein Begegnungsverkehr mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl nicht möglich – man muss in Hofeinfahrten oder in Lücken zwischen geparkten Autos ausweichen. Auch für den motorisierten Begegnungsverkehr ist die Straße zu schmal. Die Grünen Wehrheim setzen sich daher für eine Umgestaltung der durch die Verkehrssituation wenig attraktiven Hauptstraße ein. Wehrheim braucht auch im Umfeld der „Neuen Mitte“ für alle Verkehrsteilnehmer attraktive Räume, in denen man sich gerne aufhält.
Wehrheim hat durch das aktive Handeln der Grünen Wehrheim bereits eine vergleichsweise gute Rad-Infrastruktur, die weiter ausgebaut werden soll. Zu den aktuellen Planungen zählen die Fertigstellung des Radweges von Pfaffenwiesbach nach Usingen, die Anbindung Wehrheims an das Radweg-Schnellnetz, die Umsetzung der Radverbindungen in den Vordertaunus und die Fortsetzung unserer Radinfrastrukturprojekte. Besonders wichtig ist uns die alltagstaugliche Gestaltung der Radwege zwischen den Ortsteilen und in die Nachbarorte.
Die Bahnhofstraße ist kein Schmuckstück. Einst eine einladende Allee, die das Zentrum mit dem Bahnhof verband, ist sie zu einer Asphaltwüste verkommen, die nicht zum Verweilen einlädt. Die anstehende Sanierung der Straße bietet die Chance, die Aufenthaltsqualität in der Straße und damit ihre Funktion als einladende "Promenade" in den Ortskern für die nächsten Jahrzehnte deutlich zu steigern. Besonders wichtig für uns ist, dass die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer in der Planung berücksichtigt werden: Mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer und Beschattung durch mindestens eine Baumreihe.
Selbstverständlich setzen sich die Grünen Wehrheim noch für eine Fülle weiterer Verbesserungen in der Gemeinde ein:
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