BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Fraktion/OV Wehrheim

Windpark Süßeberg - Chance für Klimaschutz und finanzielle Sicherheit

Deshalb braucht Wehrheim den Windpark Süßeberg

Die Fraktion der Grünen hatte am 23. Mai 2025 in der Gemeindevertretung den Antrag gestellt, auf der Windkraftvorrangfläche 6601 Süßeberg einen Windpark zu entwickeln. Die anderen Parteien im Wehrheimer Parlament lehnten diesen Antrag bedauerlicherweise ab - und vergaben damit große Chancen für die Zukunft der Gemeinde und der Umwelt. Hier noch einmal unsere Argumente für einen Windpark Süßeberg.


1. Ein seltener Vorteil: Die Windkraftvorrangfläche 6601

In Hessen sind nur 2 % der Landesfläche als Windkraftvorrangflächen ausgewiesen – nur dort dürfen Windräder gebaut werden. Wehrheim hat gleich zweimal Glück:

  • Winterstein (7805): Hier entsteht ein Windpark mit Nachbarkommunen, Hessenforst und Bundesforst. Wehrheim profitiert, aber der Großteil der Erträge fließt woanders hin.
  • Süßeberg (6601): Diese Fläche gehört allein Wehrheim. Sie liegt oberhalb des Bizzenbachtals und ist durch Sturmschäden und Borkenkäfer weitgehend entwaldet. Der Eingriff in die Natur wäre hier minimal – Platz für 2–3 Windräder ist vorhanden.

2. Klimaschutz ist Naturschutz

Der Klimawandel bedroht nicht nur Menschen, sondern auch Tiere und Pflanzen. Hitze, Dürren und Starkregen lassen Lebensräume verschwinden. Windkraft und Solarenergie sind entscheidend, um CO₂-Emissionen schnell zu senken.
Jede Windkraftanlage wird zudem durch unabhängige Umweltgutachten geprüft – inklusive Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen, Boden und Wasser.


3. Windkraft – der größte Treiber der Energiewende

  • 1990: < 5 % erneuerbarer Strom in Deutschland
  • 2024: knapp 55 %
    Windkraft liefert dabei den größten Anteil – sogar mehr als Kohle. Da Wind oft rund um die Uhr weht, ist sie fast grundlastfähig, besonders in Kombination mit Batteriespeichern.

4. Direkte finanzielle Vorteile für Wehrheim

Ein Windpark auf Gemeindegebiet bringt dreifache Einnahmen:

  1. Pachtgebühren: 300.000–460.000 € pro Windrad/Jahr, 20–25 Jahre sicher, nicht vom Finanzausgleich betroffen.
  2. Ausgleichszahlung nach EEG: rund 30.000 € pro Windrad/Jahr.
  3. Gewerbesteuern: nach Abschreibung bis zu 630.000 € pro Windrad/Jahr.

Für den Windpark Süßeberg wären realistisch rund 1 Mio. € pro Jahr möglich – über 25 Jahre also ca. 25 Mio. €. Zum Vergleich: Ein neues Gewerbegebiet brächte deutlich weniger, würde wertvolles Ackerland versiegeln und die Einnahmen müssten mit anderen Kommunen geteilt werden.


5. Wehrheims Finanzlage – Handlungsbedarf

Die Gemeinde muss bereits heute Rücklagen angreifen und hat in den nächsten Jahren Pflichtinvestitionen von über 20 Mio. € vor sich, z. B.:

  • Neubau Bauhof
  • Zwei Feuerwehrhäuser
  • Neue Kita
  • Erneuerung Bahnhofsstraße

Die Steuereinnahmen sind unsicher – besonders die Gewerbesteuer. Ein Windpark böte planbare Zusatzeinnahmen, ohne Bürgerinnen und Bürger zu belasten.


6. Die Folgen eines Verzichts

Ohne den Windpark Süßeberg müssten Alternativen her – alle mit erheblichen Nachteilen:

  • Investitionen streichen (rechtlich oft nicht möglich)
  • Hohe Schulden aufnehmen
  • Freiwillige Leistungen streichen (Vereinsförderung, Kinderbetreuungszuschüsse)
  • Steuern erhöhen – Grundsteuer B um über 250 Punkte
  • Großflächige Gewerbegebiete ausweisen – mit massiver Flächenversiegelung

7. Fazit: Eine Chance, die wir nicht vergeben dürfen

Der Windpark Süßeberg ist eine einmalige Möglichkeit,

  • Klimaschutz und Versorgungssicherheit vor Ort zu stärken,
  • planbare Einnahmen in Millionenhöhe zu sichern,
  • und Investitionen in Wehrheims Zukunft zu finanzieren – ohne Steuererhöhungen.

Die Grünen Wehrheim werden sich weiterhin entschieden dafür einsetzen, diese Chance zu nutzen – für unsere Gemeinde, unsere Umwelt und kommende Generationen.



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