Naturschutz ohne Klimaschutz ist zum Scheitern verurteilt. Die Grünen legen deshalb auf allen Ebenen Wert darauf, Natur-, Klima- und Umweltschutz als eine gemeinsame Aufgabe zu denken und zu gestalten.
Die Dürresommer der letzten Jahre führten dazu, dass Bäche häufiger und länger trockenfallen und die Wälder unter Stress geraten — das zeigt sich auch im Taunus unübersehbar an den großen Kahlflächen, wo bis vor kurzem noch Fichtenforste standen. Viele Buchen und Eichen sind krank. Hier zeigt sich unmittelbar: Trockenheit, Hitze und andere Extremwetterereignisse gefährden Lebensräume und verschärfen dadurch das Artensterben.
Wälder sind Klimaschützer, Wasserspeicher und Erholungsräume zugleich. Die überall im Taunus sichtbaren Waldschäden machen deutlich: Wir brauchen nachhaltige Forstwirtschaft, lokalen Waldschutz, standortangepassten Waldumbau und Maßnahmen, die Wasser in der Landschaft halten.
Viele Arten, etwa der Rotmilan, brauchen strukturreiche, vernetzte Lebensräume — der Schutz einzelner Tierarten allein reicht nicht, wenn ihre Lebensräume verschwinden. Vernetzung, kleinteilige Gliederung der Landschaft und ökologische Landwirtschaft sind deshalb von zentraler Bedeutung.
1. Klima und Natur gemeinsam stärken
Wir fordern Maßnahmen, die Klima- und Naturschutz verbinden: Renaturierung von Bächen, wasserspeichernde Maßnahmen in Landschaft und Stadt, Aufforstung mit standortgerechten Baumarten und Schutz von Feuchtgebieten als natürliche Rückhalteflächen bei Starkregen.
2. Wälder an den Klimawandel anpassen
Waldumbau, Erosionsschutz und Schutz der Buchen- und Eichenbestände durch angepasste Bewirtschaftung sind nötig, um das Mikroklima stabil zu halten und Arten zu schützen. Dabei setzen wir auf wissenschaftlich begleitete, standortgerechte Strategien.
3. Biotopvernetzung und Feldrand-Biodiversität fördern
Mehr Blühstreifen, Hecken und Feldraine in der Kulturlandschaft schaffen Lebensräume für heimische Arten der Feldflur wie Feldhase, Rebhuhn, Rotmilan und Feldlerche, und zugleich bieten derartige Strukturen Schutz der Agrarflächen vor Austrocknung, Überschwemmungen und Erosion.
Naturschutz in Wehrheim ist mehr als die Bewahrung einer schönen Landschaft – er ist die Grundlage für unsere Zukunft. Die Klimakrise zwingt uns, Wälder, Gewässer und Artenvielfalt entschlossen zu schützen und gleichzeitig unsere Lebensweise nachhaltig zu gestalten. Nur wenn wir Klima- und Naturschutz zusammendenken, sichern wir Lebensqualität, Artenvielfalt und eine gesunde Umwelt – für uns und kommende Generationen.
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