Die Altstadt von Wehrheim ist mehr als ein schönes Ensemble aus Fachwerkhäusern – sie ist Wohnraum für viele Menschen und Standort kleiner Gewerbebetriebe. Doch die bisherige Gestaltungssatzung aus dem Jahr 2011 stellte Eigentümer oft vor große Hürden: Einheitliche Fassadengestaltung, spezielle Fensterformen und hohe Kosten für nicht normgerechte Bauteile machten Sanierungen teuer und aufwendig.
Das gefährdete die Attraktivität des Wohnens im Ortskern – und damit auch die Lebendigkeit und Vielfalt dieses zentralen Bereichs.
Die historischen Ortskerne von Wehrheim und seinen Ortsteilen sind weit mehr als nur malerische Fachwerkensembles. Sie sind Lebensraum für viele Menschen und zugleich Standort von kleinen Gewerbebetrieben. Der Erhalt dieser lebendigen Ortskerne ist daher ein zentrales Anliegen.
Bislang stellte vor allem die Gestaltungssatzung von 2011 eine große Herausforderung für Eigentümer dar: Sie schreibt für Fassaden, Fenster, Türen und Werbeanlagen strenge Regeln vor, um das historische Ortsbild zu bewahren. Dies führte jedoch oft zu hohen Kosten und Einschränkungen, die das Wohnen und Arbeiten im Ortskern zunehmend unattraktiv machten.
Die Grünen Wehrheim setzen sich seit langem dafür ein, die Flächen innerhalb der bestehenden Ortskerne besser zu nutzen und die Wohnqualität zu erhöhen. Dabei ist ihnen wichtig, die Balance zwischen Denkmalpflege und modernen Wohnbedürfnissen zu finden.
Im Zuge der Überarbeitung der Gestaltungssatzung konnten sie eine wichtige Neuerung einbringen. Sie lautet:
„Die Gestaltungssatzung gilt nur für bauliche Anlagen und Werbeanlagen, die entweder direkt an öffentliche Flächen angrenzen oder von diesen ohne Hilfsmittel und bis zu einer Tiefe von 10 m einsehbar sind.“
Das bedeutet: Nicht einsehbare Gebäudeteile – etwa Rückseiten oder Innenhöfe – fallen nicht mehr unter die strengen Vorgaben. Eigentümer können dort:
Die Grünen sehen in der Modernisierung der Gestaltungssatzung einen wichtigen Schritt zu mehr Wohnqualität und zur Vermeidung von Leerständen in den alten Ortskernen. Gleichzeitig fördert diese Initiative die nachhaltige Innenentwicklung, also die Nutzung bereits bebauter Flächen, statt Neubauten am Ortsrand.
Im Juni 2025 beschloss der Bau- und Verkehrsausschuss, auch die Gestaltungssatzung Alt-Pfaffenwiesbach zu überarbeiten. Dabei soll die überarbeitete Satzung von Alt-Wehrheim als Blaupause dienen – ein weiterer Erfolg für die Grüne Initiative.
Mit der Reform der Gestaltungssatzung setzt der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Wehrheim ein deutliches Zeichen für lebendige, lebenswerte Ortskerne, in denen Tradition mit zeitgemäßen Wohnbedürfnissen verbunden wird. Damit stärken sie Wehrheim als attraktiven Wohn- und Arbeitsstandort für alle Generationen.
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